Auf frischer Tat ertappt: KI-Texte entlarven
Kennt ihr das: Ihr lest einen Text und plötzlich beschleicht euch ein diffuses Gefühl, das ihr nicht ganz deuten könnt. Das Geschriebene klingt gut, zu gut um wahr zu sein. Sofort stellt ihr euch die Frage: Ist es das Werk von Mensch oder Maschine?

Unsere sechs Tipps helfen euch, Texte genau unter die Lupe zu nehmen und die KI-Handschrift zu entlarven. Kommen diese Merkmale in Kombination in einem Text vor, dürfte dieser ziemlich sicher mit KI geschrieben worden sein.
Werbesprache und Übertreibungen
KI-Modelle verwenden oft übertriebene Ausdrücke wie «reiches kulturelles Erbe» oder «atemberaubend» und neigen dazu, ihre Neutralität zu verlieren.
Dreier-Regel
Die rhetorische Dreierregel wird übermässig verwendet und in sachlichen Texten auffällig stilisiert: «Adjektiv, Adjektiv, Adjektiv» oder «sowohl... als auch... und».
Redaktionelle Kommentare
Formulierungen wie, «es ist bemerkenswert» oder «es ist wichtig zu bemerken» oder sogar «keine Diskussion wäre vollständig ohne» sind oft Zeichen für eine KI-Herkunft. Diese Kommentare wirken künstlich eingeschoben.
Übermässige Konjunktionen
Die KI nützt häufig Verbindungs-Wörter wie «andererseits, darüber hinaus, ausserdem, ferner, zusätzlich». Dies in einer übertriebenen Form, was oft etwas steif wirkt.
Zusammenfassungen
In KI-Texten finden man immer wieder Zusammenfassungen. Eingeleitet werden diese oft mit den Wörtern «zusammenfassend, abschliessend, insgesamt». Auch ein Fazit ist sehr typisch bei KI-Texten.
Visuelle Alarmzeichen
Es gibt auch einige visuelle Anzeichen dafür, dass ein Text mit KI geschrieben wurde. Zum Beispiel: Grossschreibung bei Überschriften, übermässige Fettschrift in Texten, Formatierung in Listen mit Aufzählungszeichen, Emojis, das scharfe ß in Schweizer Texten.
Wie kann kann das scharfe ß im ChatGPT-Account eliminiert werden? Ganz einfach: Klicke unten rechts auf dein Profil und gehe zu «Personalisierung». Unter individuelle Hinweise kannst du dies und natürlich noch Vieles mehr anpassen.

